Frisch zugelassen? Starte lean.

    Du brauchst nicht ab Tag eins ein vollständiges Praxisverwaltungssystem. Mit thrpy dokumentierst du Sitzungen iPad-nativ und sicher — für 12,99 €/Monat. Wachst du, wächst dein Stack. Aber nicht vorher.

    Verfasst von Matthias Kolberg · Aktualisiert am 17. September 2026

    Zwei typische Wege in die eigene Praxis

    Wenn du eine Psychotherapie-Praxis eröffnest, gibt es zwei sehr unterschiedliche Ausgangslagen. Welche auf dich zutrifft, entscheidet, wie schlank du wirklich starten kannst.

    Mit Kassensitz (KV-Zulassung)

    Sobald du Kassenpatient:innen behandelst, gehörst du zur Telematikinfrastruktur und brauchst eine KV-Abrechnungsmöglichkeit. Beides läuft in der Praxis fast immer über ein Praxisverwaltungssystem (PVS) wie Elefant, Epikur oder Psyprax — diese Systeme bringen die zertifizierten Module für TI-Anbindung und KV-Abrechnung mit.

    Hier ist „lean starten“ kein Software-Thema, sondern eine Frage der Konfiguration: Du wählst ein passendes PVS für die Pflichtfunktionen — und kannst die Dokumentation am Patiententisch auf dem iPad mit thrpy parallel abwickeln. So bleibt der Doku-Workflow modern und mobil, während die KV-Pflichten sauber abgedeckt sind.

    Reine Privatpraxis (ohne Kassensitz)

    Ohne Kassensitz hast du andere Freiheiten. Keine TI-Pflicht, keine KV-Abrechnung, keine zertifizierten Module. Du kannst deinen Software-Stack wirklich schlank halten: thrpy für die Dokumentation, eine Privatabrechnungsstelle für Liquidation oder direkt selbst, ein Steuerberater für Buchhaltung.

    Hier funktioniert „lean starten“ im Wortsinn — viele Existenzgründer:innen in der Privatpraxis arbeiten in den ersten Jahren ohne ein vollwertiges PVS und ergänzen erst dann, wenn das Patientenvolumen es rechtfertigt.

    Was du im ersten Jahr brauchst — je nach Weg

    Die Checkliste sieht für die zwei Wege unterschiedlich aus. Was beide brauchen: eine sichere Dokumentation und eine saubere Buchführung.

    Therapie-Dokumentation

    Mit Kassensitz
    thrpy oder ein PVS-Modul
    Reine Privatpraxis
    thrpy

    TI-Anbindung (eAU, eRezept, KIM)

    Mit Kassensitz
    Verpflichtend — über das gewählte PVS
    Reine Privatpraxis
    Nicht erforderlich

    KV-Abrechnung

    Mit Kassensitz
    Verpflichtend — über das gewählte PVS
    Reine Privatpraxis
    Nicht erforderlich

    Privatabrechnung (GOÄ)

    Mit Kassensitz
    Über das PVS oder eine Privatabrechnungsstelle
    Reine Privatpraxis
    Über eine Privatabrechnungsstelle (z. B. PVS Deutschland, AKB) oder selbst

    Steuerliche Buchführung

    Mit Kassensitz
    Steuerberater oder Buchhaltungstool
    Reine Privatpraxis
    Steuerberater oder Buchhaltungstool

    Terminkalender

    Mit Kassensitz
    PVS-Kalender oder separates Tool
    Reine Privatpraxis
    Separates Tool reicht völlig

    Wichtig zum Terminkalender: Wenn du Klar-Namen deiner Klient:innen einträgst, ist das datenschutzrechtlich heikel — gerade bei Cloud-Kalendern wie iCloud oder Google. Viele Therapeut:innen arbeiten mit Initialen oder Codes. Spezialisierte Praxis-Terminbuchungs-Tools lösen das datenschutzfreundlich, sind aber auch hier optional, nicht Pflicht.

    Schlanke Stack-Modelle — beide Wege

    Stack A — Kassenpraxis mit thrpy als Doku-Layer

    • PVS deiner Wahl (Elefant, Epikur, Psyprax) für TI, KV-Abrechnung, Privatabrechnung
    • thrpy am iPad für die Dokumentation am Patiententisch
    • Steuerberater für Buchführung
    • Optional: separates Tool für Online-Terminbuchung

    In diesem Modell ist das PVS dein Rückgrat für die Pflichtfunktionen, thrpy ist der iPad-Doku-Layer. Verlaufsberichte aus thrpy lassen sich per PDF in die PVS-Akte überführen. So bekommst du moderne Doku am Patiententisch, ohne dass du auf TI oder KV-Abrechnung verzichten musst.

    Stack B — Privatpraxis lean

    • thrpy am iPad für die Dokumentation
    • Privatabrechnungsstelle oder selbst abgerechnet
    • Steuerberater für Buchführung
    • Eigener Terminkalender (Apple/Google mit Codes, oder spezialisiertes Tool)

    In diesem Modell ist thrpy oft das einzige Software-Werkzeug für den Therapiealltag. Privatliquidation läuft separat. Der Stack bleibt schlank, der monatliche Software-Kostenpunkt ist überschaubar.

    Warum thrpy in beiden Wegen Sinn ergibt

    30 Tage kostenlos

    Du testest in der Anlaufphase deiner Praxis, ohne dass Kosten entstehen. Falls thrpy nicht zu deinem Workflow passt, deinstallierst du es einfach — keine Vertragsbindung, keine Kündigung.

    12,99 €/Monat im Basis-Tarif

    Überschaubar gerade in den ersten Monaten, in denen das Patientenvolumen noch wächst. Auch wenn du in einer Kassenpraxis ein PVS dazu brauchst — thrpy ist mit diesem Preis ein leistbarer Doku-Layer obendrauf.

    Keine Datenmigration nötig

    Du startest sowieso ohne Bestandsdaten. Anders als bei einem Software-Wechsel mit Altdaten ist der Einstieg sofort einsatzbereit. Falls du später wechseln willst, exportierst du jede Sitzung als PDF.

    Praxisübernahme statt Neugründung?

    Wer eine bestehende Praxis übernimmt, startet nicht bei null: Es gibt laufende Behandlungen, eine vorhandene Software und Unterlagen mit Aufbewahrungsfristen. Die Fragen sind dadurch andere als bei einer Neugründung — hier die vier, die am häufigsten auftauchen.

    Umstieg von der Altsoftware

    Bei einer Praxisübernahme erbst du meist auch eine gewachsene Software-Landschaft. Sinnvoll ist, zuerst zu klären, welche Funktionen wirklich Pflicht sind (TI, KV-Abrechnung) und welche nur historisch gewachsen sind. Die Dokumentation lässt sich davon oft getrennt betrachten: thrpy kann als iPad-Doku-Layer für neue Sitzungen starten, während Pflichtfunktionen im bestehenden System bleiben.

    Patienten- und Falldaten übernehmen

    thrpy bietet keine automatische Schnittstelle zum Import aus anderen Systemen — welche Exportformate eine Altsoftware bereitstellt, hängt vom jeweiligen Anbieter ab und sollte dort direkt erfragt werden. In der Praxis werden laufende Fälle mit den nötigen Stammdaten neu angelegt; historische Unterlagen bleiben im Altsystem oder werden als PDF-Archiv aufbewahrt.

    Parallelbetrieb während des Wechsels

    Ein harter Stichtag ist selten nötig. Üblich ist ein Parallelbetrieb: Altsystem bleibt lesend verfügbar (für Historie und Aufbewahrungsfristen), neue Sitzungen dokumentierst du ab einem festen Datum in thrpy. Halte den Umstellungsstichtag schriftlich fest, damit später nachvollziehbar ist, wo welche Dokumentation liegt.

    Was rechtlich zu beachten ist

    Behandlungsunterlagen dürfen nicht ohne Weiteres an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger übergehen. Üblich ist das Zwei-Schrank-Modell oder eine ausdrückliche Einwilligung der Patient:innen in die Übernahme ihrer Unterlagen. Auch Aufbewahrungsfristen und die ärztliche bzw. psychotherapeutische Schweigepflicht bleiben bestehen. Kläre die konkrete Ausgestaltung vor der Übernahme mit deiner Kammer und ggf. rechtlicher Beratung.

    Hinweis: Angaben zu Funktionen und Exportmöglichkeiten anderer Systeme können sich ändern — bitte jeweils beim Anbieter der Altsoftware prüfen. Rechtliche Fragen zur Datenübernahme klärst du am besten mit deiner Kammer oder rechtlicher Beratung.

    Häufige Fragen

    Probier thrpy 30 Tage kostenlos

    Kein Vertrag, keine Bindung. Wenn es zu deiner Praxis passt, bleibst du. Wenn nicht, deinstallierst du.